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Berufsorientierung



Die Berufswahl unserer Schülerinnen ist ein langfristiger Prozess, der sich kontinuierlich entwickelt.
Dabei nimmt die Liebfrauenschule an dem Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" teil. Er beginnt in der Jahrgangsstufe 8 und führt an unserer Schule bis zum mittleren Schulabschluss in der Jahrgangsstufe 10.
Ziel ist es, die Schülerinnen zu befähigen, selbstständig und eigenverantwortlich reflektierte Entscheidungen bezüglich ihrer Berufswahl bzw. ihrem Übergang zu einer weiterführenden Schule zu ermöglichen.
Unsere Schule arbeitet eng mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit zusammen. Der Leitfaden für die gesamte Berufsorientierung bilden die Standardelemente des KAOA- Prozesses.

In der Klasse 8 beginnen alle Schülerinnen mit ersten Überlegungen zum Thema Berufswahl, die in einer Potenzialanalyse münden. Sie ermöglicht es ihnen, durch Selbst- und Fremdeinschätzung sowie durch handlungsorientierte Verfahren ihre Potenziale und Stärken zu entdecken. Basierend auf diesen Erkenntnissen schließen sich im 2. Halbjahr der Klasse 8 die Berufsfelderkundungen an. Hier sollen die Schülerinnen erste praxisnahe Erkenntnisse über die Berufswelt durch eigene aktive Teilnahme erhalten. Ein Baustein dieser Berufsfelderkundungen stellt auch der Girls' Day dar. Der Girls' Day soll speziell Mädchen motivieren, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen und so dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in den sogenannten „Männerberufen“ zu erhöhen.

In der Jahrgangsstufe 9 wird die Berufsorientierung an der Liebfrauenschule mit drei wesentlichen Maßnahmen weitergeführt:
• einer weiteren leistungsbezogenen Potenzialanalyse, basierend auf psychologischen Test- und Fragebogenverfahren zur Eignungsdiagnostik für die anstehenden Berufsentscheidungen, die im 1. Halbjahr durchgeführt wird.
• dem vierzehntägigen Berufspraktikum
• und der Intensivierung der Berufsberatung durch die Bundesagentur für Arbeit.
Bei der Potenzialanalyse arbeiten die Schülerinnen einen Schultag lang im Klassenverband an 4 Modulen. Dabei werden sie von Trainern der Firma Human Factor Services (ein externer Bildungsträger aus Schwelm) angeleitet; die Klassenlehrer begleiten die Schülerinnen dabei. Die Module sind:
1. Modul Abfrage zu Berufsinteressen
2. Modul logisches Denken
3. Modul "physikalisches Denken"
4. Grundkompetenzen Deutsch bzw. Mathematik

Aufbauend auf den Ergebnissen aus der Jahrgangsstufe 8 (Potenzialanalyse, Berufsfelderkundungen) und dieser weiteren Potenzialanalyse erfolgt im 2. Halbjahr der Klasse 9 ein zweiwöchiges Berufspraktikum. Hier können die gewonnenen Ergebnisse mit konkreten Praxiserfahrungen abgeglichen werden. Während des Praktikums werden die Schülerinnen von ihren Klassen- bzw. PolitiklehrerInnen betreut. Die Schülerinnen präsentieren ihre Erfahrungen aus dem Praktikum im Rahmen einer handlungsaktiven Ausstellung, zu der besonders die Mitschülerinnen der Jahrgangsstufe 8, die Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer eingeladen sind.
Neben der schulischen Beratung der Schülerinnen begleitet und unterstützt die Berufsberatung der Agentur für Arbeit die Nachforschungen und Eigenreflektionen der Schülerinnen durch ein engmaschiges Beratungsangebot. Sie informiert die Schülerinnen in den einzelnen Klassen, durch den Besuch des BIZ-Mobils und bietet regelmäßige Sprechstunden für individuelle Gespräche im Schulgebäude an. Um unseren Eltern auch das Gespräch mit dem Berufsberater zu ermöglichen, finden Sprechstunden auch an Elternsprechtagen statt.

In der Klasse 10 bekommen die Schülerinnen Hinweise zu Ausbildungsplätzen, aber auch Informationen zu den Ausrichtungen der weiterführenden Schulen in der näheren Umgebung. An einem Schultag stellen sich die Gymnasien und Berufskollegs mit ihren speziellen Profilen den Schülerinnen der zehnten Klassen vor. Darüber hinaus können die Schülerinnen an „Kennenlerntagen“ der weiterführenden Schulen teilnehmen. Die Berufsberatung steht der Klasse 10 für weitere individuelle und ausführliche Beratungen zur Verfügung. Das geschieht in Schulsprechstunden am Schulmorgen, teilweise auch bei separaten Terminen im Arbeitsamt. Außerdem erhalten die Schülerinnen Hinweise zu Berufsinformationsbörsen und bekommen auf Wunsch Informationen zu gemeldeten Lehrstellen. Für alle Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 wird mit Hilfe von externen Partnern ein Bewerbungsgesprächstraining durchgeführt.